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1. Leverkusener Halbmarathon 17.06.2001

Nach anfänglichen Schwierigkeiten war der Lauf seit etlichen Wochen ausgebucht. 1277 Läufer, 44  Walker und 160 Schüler waren gemeldet, womit  das ursprüngliche Teilnehmerlimit  von 1000 locker überzogen wurde.

Ein paar Tage vor dem Start bekam jeder noch seine Informationen, unter anderem war diesen zu  entnehmen, dass die Startunterlagen  jetzt auch schon am 16.06.01 abgeholt  werden konnten. Das Wetter machte in den letzten Tagen vorher einen ziemlich grauen Eindruck, mal sehen, was der Tag bringen würde.

17.06.2001

07:00 Uhr  Aufstehen, gottseidank habe ich meine Unterlagen schon abgeholt und meine Sachen  vorbereitet. Also, erst mal gemütlich duschen, damit ja alle Poren frei atmen können (damit ich wach werde). Zum Frühstück  werden zwei Beutel Power-Gel  reingewürgt und mit 500ml Wasser runter gespült  (normalerweise bekomme ich vor  09:00 Uhr gar nichts runter), das muss reichen.  Denn mal locker ins Auto, AC/DC in den Schacht und los.

08:00 Uhr  Angekommen, weit und breit kein angekündigtes  Parkplatzproblem in Sicht. Und  schon tauchen die ersten bekannten Gesichter auf,  Grüsse hier und da, wie ist deine Form, was hast du vor, wird das Wetter halten  usw.. Das Wetter schien  mitzumachen, etwa 15°C bei schwachem Wind und ab und zu leichter Nieselregen  sollten uns begleiten, der Boden war abgetrocknet. Meine  Form war super, die  letzten Wochen gut trainiert, keine Verletzungen und gut  geschlafen, dazu die  Motivation in heimatlichen Gefilden zu laufen, fast jeden  Meter der Strecke zu kennen und bereits allen Bekannten von unter 90 Minuten erzählt zu haben. Jetzt  noch Ausschau nach bestimmten Startnummern halten, von Läufer(n)Innen die ich  nur aus dem Internet kenne. Gerlinde und Barbara gefunden, Maetes war ja leider erkrankt, die anderen habe ich wohl einfach  übersehen in der Masse.

09:00 Uhr Startgedränge, obwohl reichlich Platz war, aber  ich wollte halt weit vorne  stehen, um die <90min nicht zu gefährden. Ganz in  meiner Nähe Thomas Hillecke und Ralf Seck, die noch wesentlich schneller sind als ich (noch). Der  Start erfolgt  pünktlich.

Auf dem ersten Kilometer steht eine komplette Strassenbreite zur Verfügung, sodass bereits früh  ein freies Laufen möglich ist. Die ersten 4 Kilometer mit leichtem Anstieg  vergehen wie im Fluge, die erste  Verpflegungsstation lass ich aus. Dann folgt  der Anstieg nach Quettingen, jetzt  nur nicht zuviel Kraft vergeuden. Ungefähr  bei km5 steht Klaus Nofftz, einer der  etwa 300 Helfer und ruft die Zwischenzeiten zu. An wirklich jeder denkbaren Möglichkeit von der Strecke  abzukommen stehen Helfer, die Verpflegungsstationen  sind logisch aufgereiht.

So, die erste schwierige Hürde wäre geschafft, der Zeitverlust geringer als eingeplant, ein  beruhigendes Gefühl, jetzt gehts in  den Bürgerbusch und zur Gezelinkapelle und  dann am Stadion vorbei. Das mit den  Zwischenzeiten klappt leider nicht mehr, da doch  etliche Kilometer deutlich falsch ausgeschildert sind. Aber auch nach einem  überlangen Kilometer liegt meine  Zeit noch gut im Soll. Wer mir fehlt ist Ralf  Hübner, an den wollte ich mich eigentlich möglichst lange dranhängen, er scheint  aber noch nicht an mir vorbei zu sein. Jetzt hoffe ich auf gute Stimmung am Rathausvorplatz bei Kilometer 14,  dort soll bereits eine Sambatruppe  aufspielen. Nun sind  zwei Drittel geschafft.  Zwischenzeit bei km15 immer noch  im grünen Bereich, bin mir jetzt sicher die 90 min. einzuhalten, auch wenn die  Kilometer mittlerweite sehr anstrengend sind. Überall an dieser reizvollen und anspruchsvollen Strecke stehen Zuschauer und  applaudieren, das Wetter spielt  nach wie vor mit und im Hinterkopf das Wissen,  der höchste Punkt ist bei km19  erreicht, danach müsste alles wie von selbst  laufen. Und dann kommt Ralf doch noch, bei km18 zieht er an mir vorbei und hat  wohl noch richtig Reserven, die  sind bei mir fast verbraucht. Dann noch ein  fieser Anstieg vom Mühlengraben zum  Sportplatz Birkenberg, der sich doch ziemlich lange zieht. Jetzt zieht Vorfreude auf, das Tempo nimmt wieder zu, je  näher das Ziel kommt. Ein breiter  Zieleinlauf und viele Zuschauer veranlassen  mich noch mal zu einem Schlussspurt  und mit 1:28:17 ist es geschafft.

Dafür danke ich vor allem Helen und Marvin, meinen 9 Monate  alten Twins, die mir tägliche Bewegung  abverlangen.

Anmerkungen:

Strecke nicht schnell aber sehr schön. Helfer sehr zahlreich und gut motiviert. Start und  Zieleinlauf optimal durchgeführt. Umkleiden und  Duschen 1a. Rahmenprogramm leider nur ausreichend. Die Pasta-Party war zwar eine gute Idee, aber für ein  paar Nudeln  eine halbe Stunde anstehen ist nicht so das Wahre nach einem  Halbmarathon. Die Siegerehrung beschränkte sich auf die Erstplazierten, die  ältesten- und jüngsten Teilnehmer, die  Altersklassenplazierten 1-3 blieben anonym. Die Tombola war eher eine Zumutung,  sage und schreibe 3 Preise! Und  für den Hauptpreis musste man bis 15:00  Uhr ausharren, d.h. als Läufer war man  dann bereits rund 7 Stunden vor Ort.

Abends dann bereits die Ergebnisse im Netz, 1114 Läufer im Ziel.