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Auf geht`s zum 19. Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg am 26.05.02
Die Vorgeschichte: Vor 14 Tagen habe ich meinen ersten halbwegs ordentlichen Lauf über 24km hingelegt, sonst nie mehr als 15km und seitdem bin ich nicht mehr zum Laufen gekommen. Stattdessen viel Stress auf der Arbeit und Zuhause mitten im Umzug. Gestern ging es dann auch richtig rund beim Möbelschleppen. Per Mail stand ich in Kontakt zu Lothar von den Rennhamstern, der mich auf dem laufenden hält, waswowie in Duisburg mit den Hamstern geschieht, ich lauf ja auch als Rennhamster.
Der Marathontag: 5:45Uhr aufstehen, Klamotten suchen und um 6:00Uhr bereits im Auto. Erstmal zur Tanke, Gatorade und Mars tanken und dann über die leere Autobahn fegen. So bin ich vor 7:00Uhr am Ziel, mit Parkplatz gleich hinter der Haupttribüne des Stadions. Jetzt habe ich viel Zeit. Entspannt hol ich mir meine Startnummer, trink in Ruhe einen Kaffee, schau mir die Örtlichkeiten an und relaxe im Auto. Um 8:45Uhr schau ich mir den Start der Inliner an, treffe einen Bekannten und mach ein paar Lockerungsübungen. Das Wetter sieht gut aus, leichte Bewölkung, leichter Wind und etwa 17°C. Der Startblock ist in Zielzeiten aufgeteilt, Brems- und Zugläufer sind auch zu erkennen. Ich reihe mich besseren Wissens bei 3std30min ein. Punkt 9:00Uhr fällt der Startschuss.
Bereits nach wenigen Metern lässt es sich gut laufen. Ich versuche mich zu bremsen, was nicht ganz gelingt, die Zwischenzeiten sind zu schnell. Die Strecke präsentiert sich lauffreundlich, viel Platz, angenehme Luft, irgendwie alles friedlich.
Nach km18 erwarten mich die ersten Bekannten. Da ich eh zu schnell bin, halte ich kurz an, mir geht es sehr gut, ich könnte noch zulegen. Bei km20 sollten Rennhamstergesichter auftauchen, leider keiner da. Dafür kann ich bei km22 ein paar Worte mit Joey Kelly wechseln, der sich zu seinem Bruder zurückfallen lässt. Bei km25 bemerke ich die Videokamera auf der Brücke, also schön lächeln. Doch nun hört das Sammeln von Guthabensekunden auf, bereits bei km27 kommt der Einbruch, deutlich kann ich spüren, wie nun der Körper mehr auf Fettverbrennung umsteigt und zwischen km30 und 35 werde ich gaaaanz langsam. Schon tun sich Abgründe in den Gedanken auf und ich bin schon am rechnen welche Endzeit ich erreiche, wenn ich den Rest gehen sollte. Doch dann geht es wieder, ich hab mich umgestellt, das Tempo wird wieder besser, nach km36 treffe ich auch Lothar und Co. Das gibt Kraft. Die Frau vor mir singt was vonwegen laufen ist schön. Ich nehme den Humor auf und freu mich über die irre vielen Verpflegungsstationen die zur Zeit auftauchen. Dann kann ich das Stadion riechen, das wird mein erster Stadioneinlauf, da zeig ich mich natürlich von meiner besten Seite und gebe noch mal alles. 3std33min33sek (handgestoppt), so viel langsamer war es ja gar nicht. Gleich hinterm Zieldurchlauf Getränke, T-Shirts, Ruhemöglichkeit, das lob ich mir.
Dann raus aus dem Stadion, auf dem Weg zur Dusche noch Bekannte getroffen, ein wenig plaudern, Komplimente einstecken und dann flugs zur funktionierenden heissen Dusche. Ich habe es ja eilig, Zuhause wartet ein Umzug auf mich.
Klasse Lauf, klasse Orga, klasse Wetter, klasse Stimmung, was will man mehr!
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